Hunderte von Menschen sind jedes Jahr auf Organtransplantationen angewiesen, um sich von Krankheiten oder Unfällen zu erholen. OpenWT unterstützte die Digitalisierung des Bundesamtes für Gesundheit und SwissTransplant für einen effizienteren und transparenteren Allokationsprozess.

Ausgangslage

Swisstransplant verwaltet im Auftrag des Kunden - des Bundesamtes für Gesundheit - sämtliche Organzuweisungen in der Schweiz. Im Laufe der Jahre wurde die Arbeit durch die Einführung eines komplexen Rechtsrahmens verkompliziert. Nicht weniger als ein Bundesgesetz und drei Verordnungen regeln alle Tätigkeiten.

Das Bundesamt für Gesundheit benötigte eine neue digitale Plattform, um dieser Komplexität zu begegnen. Die Ziele der Plattform waren dreifach: Verwaltung der Spender- und Empfängerliste, gesetzeskonforme Abwicklung des komplexen Allokationsmechanismus und Gewährleistung transparenter und nachvollziehbarer Entscheidungen unter Wahrung der Privatsphäre der Patienten.

OpenWT wurde vom Bundesamt für Gesundheit beauftragt, dieses ehrgeizige Projekt zu realisieren und damit einen Beitrag zur Digitalisierung des Schweizer Gesundheitssektors zu leisten.

Vorgehensweise

Gemeinsam mit unserem Kunden haben wir einen Ansatz für die Konzeption, Entwicklung und den späteren Betrieb der Plattform definiert.

1. Analyse

In einem ersten Schritt wurde eine Auslegeordnung aller medizinischen, rechtlichen und organisatorischen Faktoren erstellt, die die Organverteilung beeinflussen. Wir befragten Ärzte, Chirurgen und Laborexperten und führten umfangreiche Recherchen durch.

Als Ergebnis haben wir Hunderte von Parametern dokumentiert, die vom Alter oder der Blutgruppe des Spenders bis hin zu Laborergebnissen wie dem Insulinspiegel reichen. Unser Team modellierte auch die komplizierten Regeln, die im Gesetz beschrieben sind, um die Rangfolge der Empfänger zu berechnen.

Schliesslich haben wir gemeinsam mit unserem Kunden die bestehenden Entscheidungs- und Kommunikationsprozesse digitalisiert - sowohl intern als auch extern - unter Einbeziehung von Partnern wie Laboratorien oder Transplantationszentren.

2. Entwicklung

Bei der Entwicklung der Software sahen wir uns mit zahlreichen technischen Herausforderungen konfrontiert. Die Architektur der Software musste flexibel genug sein, um zukünftigen Gesetzesänderungen gerecht zu werden. Die Sicherheit musste höchsten Ansprüchen genügen. Die Plattform musste jederzeit von überall in der Schweiz erreichbar sein.

Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, konzipierte und entwickelte das Team eine hochmoderne Webapplikation. Seine ausgeklügelte Architektur macht die Lösung zukunftssicher und erlaubt es in verschiedenen Hosting-Umgebungen sicher replizieren zu können.

Unser Team stellte außerdem Hunderte von Testszenarien zur Verfügung, um die Qualität der Software und die Einhaltung der geltenden Gesetze zu gewährleisten.

3. Support

Nachdem die erste Version der Software entwickelt wurde, arbeitet das Team weiterhin mit unserem Kunden zusammen, um Support und Wartung zu gewährleisten.

Wir implementieren regelmäßig neue Funktionen, um neuen Anforderungen gerecht zu werden. Beispielsweise kann SwissTransplant nun elektronisch Daten mit den nationalen Laboratorien austauschen – eine Premiere in der Schweiz.

Mit jedem Release führen wir umfangreiche Funktionstests und Regressionstests durch, um sicherzustellen, dass die Allokationsregeln korrekt sind.

Ergebnis

Unser Kunde hat ein vertrauenswürdiges und massgeschneidertes Werkzeug, das seine Mission unterstützt. Tausende von Organspendern und -empfängern wurden bereits aufeinander abgestimmt, viele weitere werden folgen.

Wir sind stolz darauf, dass wir unserem Kunden ein vertrauenswürdiger Partner sind und ihn in seiner entscheidenden Rolle unterstützen können.

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