Ausgangslage

Weltweit haben Fünfeinhalb Milliarden Menschen keinen einfachen und direkten Zugang zu Schmerzmitteln und 70'000 Menschen sterben an einem zu hohen Medikamentenkonsum.

Unser Kunde, ein Schweizer Hersteller, hat sich zum Ziel gesetzt, trinkbare Schmerzmittel individuell, und sicher auch in entlegenen Gebieten zu verabreichen. Dazu entwarfen sie eine Hardware (Smart Bottle), gekoppelt mit einer Software-Suite bestehend aus einer Desktop-Anwendung und einer mobilen Anwendung. Die Desktop-Applikation wird durch Ärzte eingesetzt, um die intelligente Flasche nach dem Rezept des Patienten zu parametrisieren. Die mobile Anwendung, noch ein Prototyp, wurde eingesetzt, um den Medikamentenkonsum der Patienten zu verfolgen und den Nachschub auszulösen. Beide Anwendungen kommunizierten mittels Infrarot-Technologie mit dem Gerät.

Open Web Technology wurde kontaktiert, um die Software-Kompenenten aus funktionaler und technischer Sicht auf die nächste Stufe zu bringen.

Vorgehensweise

Bei diesem Projekt folgten wir einen dreistufingen Ansatz:          

1. Technische Übernahme

Zunächst prüften unsere Spezialisten die Architektur und den Quelltext der bestehenden Anwendungen. Die Schlussfolgerungen waren einerseitzs, dass die Desktop-Anwendung wiederverwendet werden konnte, während andererseits die im Proof of Concept Qualität bestehende mobile Anwendung entwickelt werden musste. Dann übernahm unser Team nach und nach die Desktop-Anwendung in enger Zusammenarbeit mit dem Team des Kunden.. Nach einem Monat war die Übergangsphase beendet und unser Team hat die Verantwortung für die Architektur und die Benutzeroberfläche eingenommen.

​2. Blueprint

In einer zweiten Phase entwickelte das Team von Open Web Technology ein neues Konzept, um die Interaktion zwischen der Hardware und der Software-Suite zu verbessern. Im Mittelpunkt des Konzepts standen: Die intelligente Flasche; eine auf dem NFC-Protokoll basierende Connectivity-Lösung. Welche das Infrarot-Protokoll ablöst; sowie die mobile und Desktop-Anwendung in einer gesicherten Cloud und eine Anbindung an eine Big-Data Analyse.

Wir identifizierten 4 Hauptnutzer dieses IoT-Ökosystems mit den folgenden Rollen:

  • Der Arzt: Definiert das Rezept, überprüft die Behandlung, und weisst die Pflegeperson(en) zu.
  • Der Apotheker: Überprüft das Rezept, Parametrisiert die Flasche, Kontrolliert den Medikamentenkonsum
  • Der Patient: Nimmt die Medikamente aus der Flasche ein.
  • Der Helfer: Begleitet den Patienten und erlaubt die Dosis anzupassen.

Gemeinsam mit dem Team des Kunden haben unsere Experten die Lösung festgelegt und die zentralen Fragen beantwortet:

Welche Use-Cases sollen abgedeckt werden? Welche Funktionalitäten für die mobile Anwendung bzw. Desktop-Anwendung können den Anwendern Nutzen bringen? Welcher Technologie-Stack soll eingesetzt werden um die Lösung zu realisieren? Was sind die Sicherheitsmechanismen zum Schutz der Daten?

Nach der Validierung der Benutzeroberfläche und der gesamten Benutzererfahrung haben wir ein Story-Backlog erstellt, welcher eine Liste von priorisierten Funktionalitäten zusammenfasst. Am Ende der Blueprint Phase lieferten wir eine Beschreibung des Benutzererlebnisses, detaillierte Anwendungsfälle, Mock-ups, technische Spezifikationen und einen Entwicklungsplan.

3. Entwicklung

Während der Blueprint-Phase vereinbarten wir mit dem Kunden die Entwicklung der Anwendung auf dem folgenden technischen Stack: Android-, Angular- und Java-FX-Technologien, einschließlich einer webbasierten Spring-Plattform, REST Web Services, NFC-Kommunikation und MongoDB-Speicher.

Technology stack of an IoT project by Open Web Technology

OpenWT verwendete in der Entwicklungsphase agile Methoden. Mit zweiwöchigen Sprints implementierte unser Team die priorisierten User Stories und implementierte inkrementelle Verbesserungen, die den Anwendern einen Mehrwert bringen. Darüber hinaus unterstützte OpenWT auch End-to-End-Tests auf der Plattform, um einen reibungslosen Roll-out zu gewährleisten.

Ergebnis

Innerhalb weniger Monate haben wir sowohl für den Lösungshersteller - unseren Kunden - als auch für die Anwender spürbare Vorteile generiert. Unser Kunde ist nun in der Lage, innovative Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, die von einer robusten Infrastruktur unterstützt werden. Die Patienten können Medikamente sicher und ohne direkten Arztkontakt auch in entlegenen Regionen einnehmen. Das Pflegepersonal hat die Kontrolle und Flexibilität entlang der Pateniten-Journey erhöht. Schliesslich erhalten Ärzte Einblicke in das Verhalten der Patienten und können dank Big-Data Analyse die Behandlungen optimieren.