Virtual Reality (VR) ist das neueste Schlagwort in der Technologie und Unterhaltungselektronik. VR taucht dieser Tage fast überall auf. Swisscom wollte als bedeutender IT-Akteur diesen Trend nicht verpassen, sondern eine treibende Kraft in diesem Bereich und seinen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten sein.

Aus diesem Grund wurden wir von Open Web Technology beauftragt, das Team der Marketingabteilung bei der Erforschung neuer digitaler Welten zu unterstützen und die Weihnachtskarte 2016 des Unternehmens mit Hilfe der neuesten VR-Technologie zu erstellen.

Ausgangslage

Die Marketingabteilung von Swisscom ist immer auf der Suche nach innovativen Kunden und das diesjährige Weihnachtskartenprojekt war definitiv auf sie ausgerichtet. Zuerst dachten sie daran, ein Spiel zu entwickeln, bei dem der Spieler einen Weihnachtsmann in einem Schweizer Panorama finden muss. Um es noch cooler zu machen, haben sie sich entschieden, dies mit einem VR-Spiel zu tun!

Das Erstellen eines webbasierten Virtual-Reality-Spiels, das mit Googles Cardboard auf dem Handy spielbar ist, war definitiv spannend, aber war es überhaupt sinnvoll? Nachdem wir uns der Herausforderung gestellt und diese in die Tat umgesetzt haben, können wir sagen, dass sie es war!

Vorgehensweise

Unser Auftrag bestand darin, die technische Machbarkeit zu prüfen und eine webbasierte State-of-the-Art-Plattform auf Cloud-Basis zu entwickeln.

Proof of Concept

Bevor wir unserem Kunden über die Möglichkeiten der JavaScript-Bibliothek A-Frame und ihrer Virtual Reality Engine Auskunft geben, wollten wir das Framework selbst auf den Prüfstand stellen. Nach einigen Tagen haben wir einen Proof of Concept erarbeitet, der bereits nahezu alle Anwendungsfälle abdeckte, die das Marketing-Team der Swisscom im Sinn hatte. Bei dieser kurzen Phase haben wir auch evaluiert, dass die Entscheidung für ein webbasiertes Spiel (im Gegensatz zu einer nativen Applikation) der bestmögliche Ansatz ist.

Dank dieser Anfangsphase und eines sehr leistungsfähigen Teams konnten wir unseren Kunden fundierte Informationen über das Toolset und dessen Potenzial liefern.

Entwicklungsphase

Nachdem wir die Machbarkeit des Projekts abschätzen konnten, begannen wir mit der Erstellung der User Stories, die für die Implementierung jedes einzelnen Teils des Spiels erforderlich sind: Vom visuellen Design bis hin zur Bereitstellung in der Cloud. Der Proof of Concept erwies sich als bereits so weit ausgereift, dass wir uns entschieden haben, ihn in unseren ersten Sprint umzuwandeln und nahtlos mit der parallelen Realisierung des Front- und Backend fortzufahren. Dabei haben wir uns auf einen Technologie-Stack verlassen, mit dem wir sehr viel Erfahrung haben: AngularJS und dem Java-basierten Spring Framework.

Wir haben uns für den Ansatz des Continuous Delivery entschieden, damit unser Kunde, mit dem wir das Glück hatten, sehr eng zusammenzuarbeiten, fast täglich unsere Fortschritte sehen konnte. Der zweite Vorteil, den wir dabei erreicht haben, war die Einfachheit, das Spiel unter realen Bedingungen zu testen, d.h. mit den richtigen Geräten, die mit dem eigentlichen Produktionsserver verbunden sind.

Ergebnis

Alles in allem konnten wir den vollen Projektumfang in weniger als einem Monat in vier Sprachen liefern. Die Karte und eine Brille wurden an mehr als 1.300 begeisterte Kunden verschickt.

So wünschte Swisscom ihnen ein «VR-y Christmas»!